Aktuelle Bewegungs-Empfehlungen veröffentlicht

WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche

|   BV SchaumburgBV HannoverLV NiedersachsenMeldung

Was die optimale Dauer und Intensität von Bewegung betrifft, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) neue Empfehlungen herausgegeben. Die Sprecher der Organisation betonen aber, dass für die Gesundheit jede Bewegung zähle.

Mehr als fünf Millionen Todesfälle ließen sich laut WHO jedes Jahr vermeiden, wenn die Bevölkerung weltweit mehr Sport treiben würde. Laut ihren Angaben bewegen sich einer von vier Erwachsenen und vier von fünf Jugendlichen zu wenig.

Mindestens 2,5 bis 5 Stunden Bewegung pro Woche für Erwachsene

Wer zwischen 18 und 65 Jahren alt ist, sollte sich mindestens 150 bis 300 Minuten pro Woche bewegen, so die aktuelle Richtlinie. Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sind dabei nicht ausgenommen. Unter „Bewegung“ versteht die WHO dabei Sport mit gemäßigter oder hoher Intensität. Wer es lieber durchgängig anstrengender mag, für den sieht die WHO 75 bis 150 Minuten pro Woche als ausreichend an, um der Gesundheit Gutes zu tun.

Plus zwei Mal Krafttraining pro Woche

Um zusätzliche gesundheitliche Vorteile durch Krafttraining erzielen, empfiehlt die WHO mindestens zwei Mal die Woche ein moderates Training, das alle wichtigen Muskelgruppen betrifft. „Aber mehr ist immer besser“, so Dr. Rüdiger Krech, ein deutscher Gesundheitsexperte, der derzeit bei der Weltgesundheitsorganisation arbeitet.

Älteren Menschen ab 65 empfiehlt die WHO drei Mal die Woche auch Übungen, die das Gleichgewicht, das Koordinationsvermögen und Kraft trainieren.

Für Kinder und Jugendliche mindestens eine Stunde täglich Sport

Kinder und Jugendliche brauchen mehr Bewegung als Erwachsene. Mindestens eine Stunde pro Tag mit moderater bis hoher Intensität brauchen sie, damit sie gesund bleiben. Mindestens drei Mal die Woche sollten Kinder so trainieren, dass sie richtig außer Puste kommen. Aber auch das Training der Muskelkraft dürfe bei Kindern nicht vernachlässigt werden, so Krech.

Wer lange sitzt, muss sich viel bewegen

Die WHO-Richtlinie weist explizit darauf hin, wie wichtig es für Kinder und Jugend¬liche sei, dass Eltern, die im Sitzen verbrachte Zeit ihrer Kinder am Smartphone oder dem Rechner begrenzen. „Wenn man viel Zeit im Sitzen verbringen muss, etwa bei der Arbeit oder in der Schule, dann sollte man sich mehr bewegen, um den schädlichen Effekten des Sitzens entgegenzuwirken“, so Krech. Sitzen ist laut WHO zufolge eines der größten gesundheitlichen Risiken und sollte so weit wie möglich reduziert beziehungsweise durch ausreichend Aktivität ausgeglichen werden.