Diabetisches Fußsyndrom

Entscheidungshilfe bei Amputationen

|   LV NiedersachsenMeldung

Wie mehrfach von uns berichtet, wird in Deutschland leider immer noch zu schnell amputiert. Das „Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen“ (IQWiG) hat nun eine Entscheidungshilfe formuliert, die im Fall einer drohenden Amputation Orientierung gibt.

Wie das IQWiG in einer Pressemitteilung erklärt, wird in dem Papier genau aufgezeigt, welche Behandlungsmöglichkeiten es für das Diabetische Fußsyndrom gibt. Die Zielrichtung ist dabei klar, Amputationen zu vermeiden und Alternativen, wie z.B. Eingriffe zur Durchblutungsverbesserung aufzuzeigen.

Ein Spezialist lohnt immer
 
Klaus Koch, der Leiter des Ressorts Gesundheitsinformation im Institut, betont, dass es sich auch dann noch lohne Spezialisten zu konsultieren, wenn eine Amputation auf den ersten Blick unvermeidbar erscheine. „Oft gibt es zumindest die Möglichkeit, durch eine nicht operative Behandlung eine Amputation des ganzen Fußes zu vermeiden“, so Koch im Wortlaut.

Die Entscheidungshilfe wurde im Rahmen des 2019 beschlossenen Zweitmeinungsverfahrens (wir berichteten) entwickelt und kann auf der Website des IQWiG heruntergeladen werden. Allerdings laufen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) derzeit noch Beratungen, für welche Eingriffe das Verfahren voraussichtlich 2021 in Kraft treten wird.

Download Entscheidungshilfe Amputationen